Pressearchiv 2004



23.07.04: Harter Kampf gegen Uhr
15.09.04: Helfer dringend benötigt
25.09.04: Ortschef ist Schirmherr
07.10.04: Punkt 17.07 Uhr wird das Geheimnis gelüftet
08.10.04: Jugendliche peppen den Sportplatz auf
09.10.04: Knochenjob im strömenden Regen
11.10.04: Ergebnis, dass sich sehen lassen kann




Harter Kampf gegen Uhr

72-Stunden-Aktion: Niersteiner Jugend macht mit


Vom 23.07.2004

Von unserem
Redaktionsmitglied
Thomas Ehlke

NIERSTEIN Sie stehen in den Startlöchern. Der Countdown läuft. Ihre Blicke sind auf jenen Tag gerichtet, der in ihren Kalendern fett angekreuzt ist, der 7. Oktober. An diesem Tag beginnt für die Jungen und Mädchen der katholischen Jugend in Nierstein exakt um 17.07 Uhr ein großes Abenteuer, vielleicht das größte ihres noch jungen Lebens. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) startet zu diesem Termin seine 72-Stunden-Aktion.
Die Niersteiner reihen sich dabei in die Phalanx von rund 900 Jugendgruppen mit 18000 Kindern und Jugendlichen ein, die versuchen werden, binnen 72 Stunden eine soziale, ökologische oder gemeinnützige Aufgabe zu lösen. Der Haken daran: Erst beim Projektstart erfahren sie, welche Nuss ihnen die Organisatoren zu knacken geben. "Es kann was Handwerkliches sein", nennt Simon Djemai als Beispiel die Sanierung eines Spielplatzes. Der 15-Jährige zählt wie Johannes Engel und Martin Kramer zum "festen Kern", die die Aktion vor Ort vorbereiten.
Eine der wichtigsten Aufgaben im Vorfeld ist die Ansprache von Unterstützern, denn erwachsene Helfer und Firmen dürfen und sollen den Jugendlichen unter die Arme greifen, um das gesteckte Ziel in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. "Wir klappern jetzt in Frage kommende Unternehmen im Ort ab. Konkret geht es dabei um die Bereitstellung von Material, Maschinen und Werkzeug", erläutert Martin Kramer. Da man nicht wisse, was auf einen zukomme, müsse man sich auf alles einstellen und bestimmte logistische Vorbereitungen treffen. "Es sind keine Grenzen gesetzt, wer alles mitmacht und uns hilft, deshalb hoffen wir auf viel Unterstützung", fügt Simon Djemai hinzu. Eine der ersten Anlaufadressen war die Gemeinde.
Auf die Idee gebracht wurden die Niersteiner von einem der ihren. Wolfram Schmitt, Mitglied im Koordinationsgremium des BDKJ Mainz-Süd, hat das Thema angesprochen. "Dann haben wir in der Gruppenstunde darüber abgestimmt - und alle waren dafür", erinnert sich Simon Djemai. Die Jugendräume unter dem Kindergarten in der Roßbergstraße sind auch das "Hauptquartier" der lokalen Aktion, hier laufen die Fäden zusammen. Jeden Montag sitzen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 23 Jahren hier im Jugend- und Vorjugendtreff beisammen und beratschlagen die nächsten Schritte.
Vom BDKJ gibt´s Tipps, damit die eigene Aktion zum Erfolg wird. So sollten die Aufgaben im Team nach den spezifischen Fähigkeiten verteilt werden. Und auch "Locations" sollten vorab geklärt werden. Wo wird geschlafen? Wo kann man sich frisch machen? Wo wird gekocht? Wo bekommt man Fahrzeuge her? Wer sorgt für Licht? Wer fotografiert die Aktion? Fragen über Fragen.
"Durch die 72-Stunden-Aktion wächst das Zusammengehörigkeitsgefühl", nennt Johannes Engel ein Motiv, bei der Aktion mitzumachen, denn materielle Preise gibt es nicht. "Wir zeigen, das wir gemeinsam etwas schaffen können", sagt Martin Kramer. "Und am Ende gibt es ein großes Fest für alle Beteiligten." Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 23.07.2004




Helfer dringend benötigt

72-Stunden-Aktion: Jugendgruppe sucht Unterstützung


Vom 15.09.2004

te. NIERSTEIN Am 7. Oktober um 17.07 Uhr ist der Moment der Entscheidung für die Katholische Jugend Nierstein gekommen. Dann nämlich wird ihnen mitgeteilt, welches Problem sie binnen 72 Stunden zu lösen haben. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet diese Aktion, bei der die Teilnehmer innerhalb einer gesetzten Frist eine soziale, ökologische oder gemeinnützige Aufgabe in die Tat umsetzen müssen (die AZ berichtete).
Bis dahin bemühen sich die jungen Niersteiner, möglichst viel Unterstützer auf ihre Seite zu bringen. Die erste Resonanz ist jedoch enttäuschend. "Der einzige Betrieb, der uns auf unser Anschreiben geantwortet hat, ist die Volksbank Rhein-Selz", zieht Alexander Engel Zwischenbilanz. Auf der Habenseite verbucht er auch die Unterstützung des Bürgermeisters und einer Bäckerei. Entmutigen lassen wollen sich die 20 jungen Frauen und Männer jedoch nicht.
In den nächsten Tagen werden sie die Betriebe persönlich besuchen und um Mithilfe bitten. Da man sich einen handwerklichen Schwerpunkt gewählt hat, benötigt man vor allem Maschinen und Material, auch wenn noch nicht feststeht, welche konkrete Aufgabe zu erledigen ist. "Wir müssen flexibel reagieren können", sagt Engel. Wer die katholische Jugend bei der 72-Stunden-Aktion mit Material, Maschinen, Sach- oder Geldspenden unterstützen will, kann sich an Alexander Engel wenden.

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 15.09.2004




Ortschef ist Schirmherr

Gemeinde ist begeistert von 72-Stunden-Aktion


Vom 25.09.2004

red. NIERSTEIN Die Begeisterung bei Bürgermeister Thomas Günther (CDU) war groß, als dieser von der geplanten 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend erfuhr. Spontan erklärte er sich bereit, als Schirmherr zu fungieren. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekommen am 7. Oktober um 17.07 Uhr eine Aufgabe gestellt, die sie in 72 Stunden erledigen müssen (die AZ berichtete). Die Aufgabe orientiert sich an sozialen, ökologischen oder gemeinnützigen Zwecken.
Zur Umsetzung suchen die Jugendlichen Unterstützung von privater Seite, aus der Geschäftswelt und bei den Behörden in der Region. Die Gemeinde sicherte größtmögliche Unterstützung zu. So werden der Gruppe auch der Erste Beigeordnete Karl Michael Sander und der Beauftragte für die Vereine, Norbert Engel, als Aktionspaten zur Seite stehen. Unmittelbar nach der Aufgabenstellung findet um 18 Uhr ein Empfang im Rathaus statt. Hierzu sind alle eingeladen, die ebenfalls Hilfe leisten wollen. Infos bei Alexander Engel.

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 25.09.2004




Punkt 17.07 Uhr wird das Geheimnis gelüftet

72-Stunden-Aktion: Heute fällt Startschuss für Katholische Jugend Nierstein / Spendenaufruf


Vom 07.10.2004

Von unserem
Redaktionsmitglied
Thomas Ehlke

NIERSTEIN Die Zeit der Ungewissheit ist bald vorbei: Um Punkt 17.07 Uhr erfährt das 20-köpfige Team der Katholischen Jugend Nierstein, welche Aufgabe aus dem ökologischen, sozialen oder gemeinnützigen Umfeld es innerhalb von 72 Stunden zu lösen hat. Die Niersteiner beteiligen sich bekanntlich an der Aktion des Bundes der Katholischen Jugend Deutschland (BDKJ).
Seit Juli haben die jungen Katholiken um "Teamchef" Alexander Engel fleißig an der Vorbereitung gearbeitet. Zwar wissen die Niersteiner nicht, welche Aufgabe sie konkret erwartet, dennoch haben sie sich um Unterstützer bemüht, die ihnen auch mit Sach- und Geldspenden zur Seite stehen, damit das große Ziel erreicht werden kann. Auf diese Weise kamen vom örtlichen Gewerbe, Handel und der Gastronomie Finanz- und Sachleistungen in Höhe von 16000 Euro zusammen. "Darüber sind wir sehr froh und dankbar", sagt Alexander Engel. Doch sei man auch während der Aktion auf Hilfestellung und Geldspenden aus der Bevölkerung angewiesen. Dabei denkt Engel bereits an künftige Projekte wie die Osterfreizeit. Da hier öffentliche Zuschüsse kaum noch fließen, bittet der Sprecher der katholischen Jugend um Hilfe, damit die Freizeit weiter durchgeführt werden kann.
Spenden können beim Empfang von Bürgermeister Thomas Günther heute um 18 Uhr im Rathaus abgegeben. Zum Empfang ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Die Gemeinde zählt zu den großen Unterstützern der 72-Stunden-Aktion vor Ort. Der Ortschef hat die Schirmherrschaft übernommen. Auch Günther "trommelt" für weitere Geldspenden: "Immer wieder erhalte ich nach den Osterfreizeiten positive Rückmeldungen von Eltern, deren Kinder mitgefahren sind. Die pädagogische Qualität und das Miteinander während der Freizeiten sind unübertroffen."
Vorerst gilt es jedoch für die jungen Frauen und Männer um Alexander Engel, die gestellte Aufgabe der 72-Stunden-Aktion erfolgreich zu bewältigen. Die Spannung im Team steigt, dessen Blicke sind auf die Uhr gerichtet - man sehnt den Augenblick der Bekanntgabe herbei: Punkt 17.07 Uhr.

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 7.10.2004

Dem Autor dieses Aritkels ist ein Fehler unterlaufen. Selbstverständlich haben wir noch keine 16000€ an Spenden bekommen.




Jugendliche peppen Bolzplatz auf

Gestern Abend Start der 72-Stunden-Aktion: Junge Katholiken praktizieren Gemeinsinn


Vom 08.10.2004

Von unserer
Mitarbeiterin
Kathrin Damwitz



NIERSTEIN Einen neuen Basketballplatz herrichten, asphaltierte Wege zur Skaterbahn schaffen und zu guter Letzt noch ein Turnier auf die Beine stellen - das sind die Aufgaben, die das 20-köpfige Team der Katholischen Jugend Nierstein binnen 72 Stunden erfüllen muss. Bleibt noch Zeit übrig, könnten die jungen Leute auch noch einen Zaun mit Tor um das Areal errichten, um das es geht: den Bolzplatz zwischen Nierstein und Schwabsburg.
Gestern um kurz nach 17 Uhr hat die Truppe in Nieder-Olm erfahren, dass diese gemeinnützige Arbeit auf sie wartet. Im Niersteiner Rathaus traf sie sich anschließend mit der Gemeindespitze, Eltern und anderen Unterstützern, bevor sie das Gelände im Ried noch einmal besichtigte. Heute morgen ab 8 Uhr geht es dann richtig los. Zuschauer und Helfer sind erwünscht.
"Das ist zu schaffen", meinte Reinhard Schütz, der zum Team zählt, nachdem er von dem Projekt gehört hatte. Zumal bei dieser großartigen Unterstützung: die Baufirma Horn und der Gartenbaubetrieb Seip haben ihre Hilfe zugesagt, auch der Bauhof stellt sich an den drei Tagen in den Dienst der guten Sache. Bürgermeister, Vereinsbeauftragter und Beigeordnete werden abwechselnd mit anpacken, "und am Sonntag bekommt ihr dann eine Überraschung von uns", kündigte Bürgermeister Thomas Günther bereits an. Er wiederum hat gestern Abend bereits einen blaue Arbeitsjacke von Teamchef Alexander Engel erhalten...
Auch Engel und seine Mitstreiter haben sich mit Arbeitshosen, Zollstock und Handschuhen schon bestens gerüstet für die nächsten 72 Stunden. Die Firmen Trapp, Jugenheimer, Lattreuter, Dämgen, Hambach, Strub, Dietz, Augustin, Knoll, Winzerhaus, La Casa und das Weingut Schneider sowie das Johanneshaus stellen außerdem Fahrzeuge, Lebensmittel oder Baumaterialien zur Verfügung. Und die Kilianos sollen die Arbeit mit flotter Musik versüßen, geht es nach dem Willen der Katholischen Jugend.
Für die jungen Leute um Alexander Engel ist es nach eigenem Bekunden wichtig, eine gemeinsame Aktion mit dem ganzen Ort auf die Beine zu stellen. "Mit dem neu gestalteten Bolzplatz springt auch was raus für die Jugendlichen in Nierstein", meinte Reinhard Schütz. Und ergänzte: "Wir freuen uns riesig auf die Arbeit. " Dafür sind die Mitwirkenden übrigens von den Schulen frei gestellt worden, schließlich geht es um eine gemeinnützige Aktion. Die Arbeit, die die 20 jungen Leute zu stemmen haben, hat einen Gegenwert von rund 16000 Euro. Keinesfalls ist diese Summe aber bereits durch Spenden gedeckt.
Für Bürgermeister Thomas Günther ist es ganz toll, dass die jungen Katholiken an der Aktion teilnehmen, wie er beim Empfang im Rathaus betonte. "Wir freuen uns über Eure Hilfe, gerade in einer Zeit, in der sich Viele immer mehr zurück ziehen und sich nicht für das Gemeinwohl engagieren." Nur noch einen Wunsch hatte er gestern Abend: "Dass das Wetter mitspielt und Ihr nicht bei Regen oder Kälte arbeiten müsst."

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 8.10.2004




Knochenjob im strömenden Regen

Jugend bringt Bolzplatz auf Vordermann/Grillecke wird Schmuckstück


Vom 09.10.2004

Von unserer
Mitarbeiterin
Kathrin Damwitz

Die katholische Jugend hat bei
ungemütlichem Wetter schwer
zu schuften am Bolzplatz.
Foto: hbz/Michael Bahr

NIERSTEIN Der Himmel ist grau, es regnet ohne Unterlass, Wetterbesserung ist an diesem Freitagvormittag nicht in Sicht. Und trotzdem legen sich 20 junge Männer und Frauen auf dem Gelände des Bolzplatzes im Ried mächtig ins Zeug. Binnen 72 Stunden soll die Katholische Jugend, die sich an der 72-Stunden-Aktion des BDKJ in Südwestdeutschland beteiligt, das Areal herrichten.
Gegraben, gebaggert und geschliffen wird mit vereinten Kräften. Im Hintergrund ist stets das Brummen des Stromaggregats zu hören, das die Gemeinde beschafft hat und das die Elektrogeräte und Lampen speist. In Regenjacken und mit Arbeitsschuhen, bewaffnet mit Spaten, sind Markus Knedelhans (16), Michael Langen (14) und Lars Daubermann (15) an der künftigen Grillecke zugange. "Erstmal haben wir hier die seitherige Oberfläche abgetragen, jetzt kommt Split rein, und um die neue Grillecke pflanzen wir Büsche", erzählen sie. Eventuell möchten sie bis Sonntag nachmittag noch die Feuerstelle befestigt haben. "Trotz des Wetters macht das Spaß, auch wenn es anstrengend ist", meinen sie lachend - und versenken die Spaten wieder ins aufgeweichte Erdreich. Zwar sei wegen des einsetzenden Regens am Morgen die Stimmung erstmal gesunken, "aber wir sind trotzdem hoch motiviert". Und gestärkt - die Truppe hat sich schon im Jugendheim in der Roßbergstraße zum gemeinsamen Frühstück getroffen, gesponsert von örtlichen Betrieben. Wie auch eine Metzgerei pünktlich um 12 Uhr Gulasch und Nudeln zum Mittagessen stiftet. Überhaupt ist die Unterstützung für diese beispielhafte, gemeinnützige Aktion riesig. Gerade ist Alexander Engel, der Teamchef der katholischen Jugend, mit einem Anhänger voller Rindenmulch von einem Gartenbaubetrieb zurück gekommen. Die 36 Steinplatten für den neuen Weg zur Skateranlage karrt unterdessen der Bauhoftraktor heran. Vier Jugendliche verteilen den Mulch mit Spaten und Harken unter der Schaukel. Ein anderer schleift derweil das Gerüst der Schaukel und die Rutschbahn ab. "Das streichen wir alles noch bis Sonntag", kündigt Reinhard Schütz an. Bislang gebe es keine Probleme mit Materialnachschub; Gemeinde und Firmen helfen tatkräftig mit. So sind die beiden Bauhofmitarbeiter Georg Schneider und Bernd Eller heute auch auf dem Bolzplatz zugange. Eller baggert unterm Basketballkorb die Erde aus - diesen Bereich gestalten die Jugendlichen ebenfalls neu. "Hier haben wir schon bis heute Nacht um 0.30 Uhr per Hand gegraben, aber mit dem Bagger funktioniert es halt doch besser ...", meint Schütz. Falls es Probleme gäbe, stünden auch Bürgermeister, Beigeordnete und der Vereinsbeauftragte Engel zur Verfügung, was die katholische Jugend sehr freut. Andreas Knedelhans macht sich gerade an einem Holzschild für das neu gestaltete Gelände zu schaffen. "Wir werden den Namen ,Bolzplatz' beibehalten", kündigt der 18-Jährige an, während er ein großes Brett mit der Maschine abschleift. Bis Sonntag, 16 Uhr, soll das neue Tor mit Namensschild stehen, dann findet ein Turnier zum Abschluss der Aktion statt.
Reinhard Schütz berichtet, dass sich bereits Teams des Kilianschors, der Kilianos, der Gemeinde und des CVJM angekündigt haben. Weitere Meldungen sind direkt am Bolzplatz möglich. Dann wird auch der erfolgreiche Abschluss des Projektes gefeiert, "mit Fassbier und Grillware".

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 9.10.2004




Ergebnis, dass sich sehen lassen kann

Neuer Glanz für Bolzplatz nach 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend in Nierstein


Vom 11.10.2004

Von unserer
Mitarbeiterin
Simone Klein

Nach drei Tagen harter Arbeit unter
nicht gerade sehr komfortablen
Wetterbedingungen wird der letzte Akt der
Niersteiner 72-Stunden-Aktion eingeläutet:
Kaplan Wanske segnet das Tor des sanierten
Bolzplatzes. Foto: hbz/Michael Bahr

NIERSTEIN "Drei, zwei, eins..." und endlich, nach drei Tagen harter Arbeit war es gestern um 17.07 Uhr geschafft: Mit der Enthüllung des Eingangstores zum rundum sanierten Bolzplatz zwischen Nierstein und Schwabsburg beendete die katholische Jugend beeindruckend ihre Aufgabe zur 72- Stunden-Aktion, zu der das BDKJ in Südwestdeutschland aufgerufen hatte.

Es war ihnen förmlich anzusehen, wie ihnen die Anstrengung und Mühe der letzten Tage von den Schultern fiel. Die rund 20 jungen Männer und Frauen vollbrachten in nur 72 Stunden ein kleines Wunder: ein nagelneuer Basketballplatz, asphaltierte Wege zur Skaterbahn, die Sanierung von Schaukel und Rutsche und zudem eine Grillecke in gemütlichem Ambiente. Lediglich der Name "Bolzplatz" erinnert noch an die Zeit vor dem großartigen Engagement der katholischen Jugend.
"Ich denke schon, dass ich in Zukunft öfter hier vorbeikommen werde", freute sich die 15-jährige Isabelle aus Oppenheim gestern beim Abschlussfest. Marius (8) musste keine Sekunde überlegen, was ihn besonders reizt: "Am besten ist es, dass wir hier jetzt immer Basketball oder Fußball spielen können." Und schon klemmte er sich das runde Leder unter den Arm und marschierte aufs Spielfeld, um mit seinem Team, den "Gladiators", das Feld unsicher zu machen. Mit dem Fußballturnier weihte die katholische Jugend den Platz erst so richtig ein. Auch Bürgermeister Thomas Günther streifte sich für sein Gemeinde-Team das Trikot über. Lange überreden musste ihn keiner, da er tief beeindruckt von der Leistung der Jugendlichen war: "Sogar bei strömendem Regen hat man noch gespürt, dass diese Truppe etwas erreichen will." Für die bestandene Härteprüfung sagte er deswegen den jungen Männern und Frauen eine Finanzspritze für die nächste Osterfreizeit zu, und außerdem gab es noch eine Einladung ins Kino mit anschließendem gemeinsamem Essen. Pfarrer Johannes Gans zeigte seine Freude über das Geleistete mit der Stiftung eines neuen Basketballkorbes.
Nachdem die letzte Minute der 72 Stunden abgelaufen war, konnte sich die Gruppe um die drei Teamchefs Reinhard Schütz, Alexander Engel und Martin Kramer endlich wieder zurücklehnen. "Der Nervenkitzel vor der Bekanntgabe unsere Aufgabe war genauso groß wie vor meinen Abi-Arbeiten", machte Kramer die Anspannung der letzten Tage deutlich. "Aber wir haben eigentlich nie daran gedacht, dass etwas schief gehen könnte, vor allem dank der fachlichen Beratung vieler Unterstützer", verdeutlichte Engel. Durch die Mithilfe und Bereitstellung von Material vieler Sponsoren und das ehrenamtliche Wirken der Helfer wird der Gesamtwert der Leistungen auf rund 16000 Euro geschätzt. Mit der 72-Stunden-Aktion zeigten die Mitglieder der katholischen Jugend, dass auch in Zeiten leerer Gemeindekassen viel erreicht werden kann - und um es mit den Worten des kleinen Marius auszudrücken: "Supertoll, dass die das gemacht haben."

Quelle: Allgemeine Zeitung - Landskrone vom 11.10.2004