Pressearchiv 2007

 

27.04.07: Ab in den Wilden Westen
20.07.07: Gute Erfahrungen an andere weitergeben
20.11.07: Martinsumzug Nierstein




Ab in den "Wilden Westen"

Aufregende Tage mit viel Spaß für Katholische Jugend Nierstein

Am Ostermontag war es wieder soweit! Um 9.00 Uhr ging es mit den Wilden ab in den Westen, um genau zu sein in die Jugendfreizeitstätte Hattgenstein, dem diesjährigen Veranstaltungsort der Osterfreizeit.

Achtundvierzig Kinder, voll und ganz auf das Motto „Wilder Westen“ eingestimmt wurden im „Saloon“ mit leckeren Tortellini empfangen, um anschließend gestärkt in den Wald zur Buttonsuche aufzubrechen und die Identitäten der einzelnen Gruppen zu erkunden. So kam es, dass sich am Abend die Mitglieder des neuen Westerncamps als Fährtenleser, Squaws, Büffeljäger, Goldgräber, Bardamen, kleine Banditen, wasserfreundliche Concontänzerinnen und geschäftstüchtige Tipibauer präsentierten. Der Song der Chili-Sheriffs (Küchencrew) mit dem Titel „Chili, Burger, Schnitzel schmeckt…“, der nach den Gruppenvorstellungen in seiner vollen Kürze vorgetragen wurde, ließ bereits am Montag eine kulinarisch anregende Woche vermuten. Mit diesen „scharfen“ Tönen fand der erste Abend seinen Ausklang und die Kinder ihren Weg in die tipi-ähnlichen Behausungen, in denen die Vorbereiter zuvor für ordentliches (Ofen)Feuer gesorgt hatten.

Der erste Morgen begann für alle Westernhelden mit einer erfreulichen Nachricht – der obligatorische Putzdienst, den jede Gruppe mindestens einmal in der Woche auszuführen hatte, beschränkte sich dieses Jahr auf ein noch nie da gewesenes Minimum. Ein Zivildienstleistender in der Freizeitstätte nahm den Kindern den Großteil der Arbeit ab, was jedoch so manchen Banditen dennoch nicht daran hinderte die WC-Ente selbst in die Hand zu nehmen…

Der Dienstag gestaltete sich mit einem abwechslungsreichen Programm, welches von den Gruppenleitern – sechzehn an der Zahl – vorbereitet und überwacht wurde. Jeweils vor und nach dem Leberkäse mit Spinat fand ein Großspiel statt. Das Letztere erforderte erneut Langarmjacke und Kappe damit dem Spaß im Wald nichts im Wege stand. Einige Gruppenleiter wären diesmal mit einem Ganzkörperanzug gut bedient gewesen, als sie am Nachmittag auf dem Waldboden liegend von ihren Gruppenkindern vergraben werden mussten. Alles in Allem führte vor allem der lustige Waldaufenthalt dazu, dass sich am Abend große Warteschlangen vor den Duschkabinen bildeten. Schließlich wollten alle unbesorgt einen angenehmen Kreisspielabend verbringen.

Der Mittwochvormittag erfreute mit einem sportlichen Event – einem Fußballturnier als Hauptveranstaltung. Volleyball, Basketball und Tischtennis fanden allerdings ebenfalls großen Anklang. Gesunden Ausgleich bot der Nachmittag indem er die kreative Ader pulsieren ließ. Regentänze, nachgestellte Banküberfälle und die neuste Indianermode wurden vorgeführt bevor sich das gesamte Camp zum be“sing“lichen Lagerfeuerabend im großen Kreise zusammenfand. Sowohl bewährte Klassiker als auch Neuheiten, wie den Küchensong ließ man im romantischen Licht des Feuers und der Taschenlampe wieder aufleben. Das mottobezogene Lied „Country Roads“ durfte natürlich auch nicht ausgelassen werden. Je mehr die Dunkelheit um sich griff, desto weniger Sänger zählte der Kreis, weil stets eine Gruppe nach der anderen sich auf den Weg in den Wald machte. Das Nachtspiel wurde vom Spuk der weißhaarigen Frau und dem klaren Sternenhimmel begleitet. Den finsteren Weg markierten Grablichter und verliehen der Atmosphäre somit den letzten Schliff. Nachdem, für die einen mehr für die anderen minder großen Schrecken, fand der lange Tag mit einem knusprigen Marshmallow sein Ende.

Eine halbe Stunde längeren Schlaf erlaubte daraufhin der Donnerstag. Am Frühstückstisch konnte man bereits das ausnahmslos tolle Wetter der bisherigen Woche auf dem Gesicht so manch eines Gruppenkindes und Gruppenleiters feststellen – und das, trotz stetiger Vorbeugemaßnahmen. Nachdem die Kinder beim Goldschürferspiel abenteuerlustig nach wertvollen Nuggets gesucht haben, hatten sie am Nachmittag wieder mit edlen Steinen zu tun. Diese markierten nämlich bei dem einstündigen Wortgottesdienst, welcher vom Gesang und Gitarrenspiel begleitet wurde, die für die Osterfreizeitkinder wichtigsten Begriffe; Freiheit und Gerechtigkeit. Anschließend durfte sich jeder Teilnehmer über die Schenkung eines solchen Steinchens erfreuen.

„Wetten das…?“ war das Programm des Showabends am Donnerstag. Scharfe und sportliche Wetten, bei denen Gruppenkinder und Gruppenleiter gegeneinander antraten, versetzten das Publikum in Staunen. Gottschalk persönlich nach angeblich zehnfacher Schönheitsoperation führte gemeinsam mit dem texanischen Austauschmoderator durch das unterhaltsame Programm. Der Höhepunkt des Abends bestand in der spektakulären Außenwette. Die Fährtenleser forderten drei Gruppenleiter heraus einen Kleintransporter eine gewisse Wegstrecke entlang zu bewegen - auf Zeit! Die Herausforderer gingen dabei als Sieger hervor.

Freitag, der letzte ganze Osterfreizeittag gestaltete sich im Allgemeinen als angenehmer Ausklang. Den Vormittag verbrachten die Kinder weitestgehend innerhalb ihrer Gruppe mit den Gruppenleitern und nachmittags fand das traditionelle Stationsspiel statt – es hieß; ein letztes Mal in den Wald! Nach einem lustigen Duell am Abend wurde die Gruppe ermittelt, die dieses Jahr als Gesamtgewinner aus den Spielen hervorgegangen ist. Die Concontänzerinnen und die Tipibauer teilten sich den ersten Platz. Nach der Ehrung erhielt jedes Kind seinen wohlverdienten Sheriffstern.

Am Tag des Abschieds, am Samstag, traten die Cowboys und -girls letztendlich die Heimreise an. Die Stimmung war nicht allzu gedrückt, denn schließlich verließen alle Teilnehmer das Camp mit der Gewissheit auf ein baldiges Wiedersehen im Osterfreizeitnachtreff!

Helena Schalimow

Lokalanzeiger - 27. April 2007




Gute Erfahrungen an andere weitergeben

Serie engagierte Jungendliche: Vierergespann von der Katholischen Jugend Nierstein bietet Gruppenstunden an

Stundenlang vorm Computer sitzen, rumhängen, faul sein, sich zu Hause bedienen lassen, immer das Neuste besitzen wollen- die Klischees, die der jungen Generation angelastet werden, ließen sich problemlos so weiterführen. Aber: Ist das wirklich die Realität? Die Lokalanzeiger-Serie "Engagierte Jugendliche" stellt junge Menschen vor, die mit diesen Vorurteilen aufräumen. Sie setzen sich für andere ein, ohne dabei an den großen finanziellen Profit zu denken. Schließlich ist der persönliche Gewinn, den sie dabei erzielen, mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.
NIERSTEIN. Sie sind sich bewusst, dass sie die neue Generation sind, dass sie etwas Neues schaffen müssen, dass sie Anderen das zurückgeben wollen, was ihnen seit Jahren soviel Spaß bereitet. Johannes Kessel (16), Anastasia Schalimow (17), Philipp Schöwer (16) und Lars Daubermann (17) von der Katholischen Jugend Nierstein bieten neue Gruppenstunden für Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren an.
"Wir brauchen die Vier, da sie unser Nachwuchs sind und ohne den würde alles, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, langsam in sich zusammensacken", der Leiter der Katholischen Jugend, Alexander Engel, ist dankbar für das Engagement des Vierergespanns. Seit mehreren Jahren sind die neuen Gruppenleiter schon in der Katholischen Jugend mit dabei. Zunächst als Teilnehmer der Osterfreizeit, dann als Mitglieder der Gruppenstunden und aktuell treffen sie sich jeden Montagabend zum offiziellen Treff der Jugend.
An diesem Montag versammeln sie sich alle im Hof des Katholischen Kindergartens, packen ein paar Würstchen auf den Grill und legen die Zockermine beim Pokern auf. Doch bei Philipp, Johannes, Lars und Anastasia kreisen die Gedanken auch noch um andere Dinge als um Straight-Flush, Pot und Full House. "Die Übernachtungen mit DVD gucken war immer das Beste", erinnert sich Anastasia gerne an ihre Gruppenstundenzeit zurück. Ihr liegt es sehr am Herzen, all die guten Erfahrungen an ihre baldigen Gruppenkinder weitergeben zu können.
Lars sieht noch einen weiteren Vorteil in seiner zukünftigen Tätigkeit: "Oft ist es nun mal so, dass Kinder Schwierigkeiten haben, auf andere zuzugehen, aber hier in einer solchen Gruppe geht das total schnell." Dem kann Johannes nur zustimmen, denn auch er baute sich über die Jahre hinweg einen stabilen Freundeskreis innerhalb der Katholischen Jugend auf: "Ich hab' mich von Anfang an drauf gefreut, herkommen zu dürfen." Für Philipp sind es ähnliche Motive, die die Vorfreude auf das Leiten der Gruppenstunden so groß werden lässt: "Wir wollen den Kinder ja etwas mit auf den Weg geben, indem sie lernen, mit anderen etwas aufzubauen."
Der christliche Glaube untermauert nach ihrer Meinung das Gemeinschaftsgefühl bedeutend, allerdings spielt er nicht die wichtigste Rolle. So ist es auch egal, ob Kinder mit katholischer oder evangelischer Konfession an den Gruppenstunden teilnehmen wollen. Willkommen ist jeder, der neugierig auf eine neue Erfahrung ist, der neue Kinder in seinem Alter kennen lernen will und der etwas gegen die Langeweile im Alltag tun will. Denn Anastasia hält abschließend fest: "Anstatt vor der Glotze rumzuhängen, kann man mit seiner Zeit doch auch was Besseres anfangen, oder?"

Simone Klein

Lokalanzeiger - 20. Juli 2007




Martinsumzug in Nierstein

Der Sozialausschuss der Gemeinde Nierstein, die Jugendfeuerwehr, der Kilians-Chor, die katholische Jugend, das Jugendorchester der Kilianos, sowie der Reit- und Fahrverein Nierstein-Schwabsburg gestalteten am elften November den diesjährigen Martinsumzug in Nierstein. Dem nasskalten und stürmischen Herbstwetter zum Trotz versammelten sich zahlreiche Kinder und Eltern in der Kilianskirche wo die katholische Jugend die Martinslegende mit der Mantelteilung aufführte. Der anschließende Laternenumzug führte unter der Leitung der Jugendfeuerwehr unter musikalischer Begleitung durch das Jugendorchester der Kilianos vom Kiliansberg über die Glockengasse hin zum Martinsfeuer im Heyl'schen Garten. An der Spitze des Zuges stellte ein Reiter des Reit-und Fahrvereins Nierstein-Schwabsburg den heiligen Martin dar.
Auffallend auch in diesem Jahr die zahlreichen selbst gebastelten und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Laternen in Form von Kobolden, Drachen und Sterntalermotiven. Zur guten Tradition gehörte ein Stopp in der Glockengasse vor dem Weingut Paul Schwibinger. Dort wurde auf dem größten privaten Glockenspiel in Deutschland das Martinslied intoniert. Das Entzünden des Martinsfeuers gestaltete sich, bedingt durch die Wetterkapriolen, einmal mehr zum Lotteriespiel, wurde aber letztendlich ebenfalls durch die katholische Jugend mit Bravour gemeistert. Einfacher hatte es da schon der Kilians-Chor, der für die Zugteilnehmer warmen Orangensaft, Glühwein und Laugenbrezel feilbot. Dieses Angebot ergänzte der Sozialausschuss der Gemeinde Nierstein mit einem Weckmann für jeden Laternengänger. Die Dankesworte von Bürgermeister und MdL Günther und vom Ersten Beigeordneten, Karl-Michael Sander, beide CDU, gingen folgerichtig an die Gruppen und Organisationen die sich um die Gestaltung und die Umsetzung des Martinsumzuges.

Nierstein-Oppenheim aktuell - 22. November 2007